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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
Informationsstelle Peru e.V., Berliner Gruppe
16.10.2017 19:00 - 21:00
Kino Acud, Veteranenstraße 21, 10115 Berlin

Dokumentarfilm Hija de la Laguna / Tochter der Lagune

Nelida ist eine Frau in der peruanischen Provinz Cajamarca, die mit den Geistern des Wasser spricht. Als ein internationaler Bergbaukonzern in der Region Gold entdeckt, gerät der nahegelegene See in Gefahr, den Nelida als ihre Mutter betrachtet. Gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern beginnt Nelida den Kampf gegen einen schier übermächtigen Gegner, um die Zerstörung des lebenswichtigen Sees und der Natur zu verhindern.

Über den Film

Nélida ist eine junge Landwirtin, die in der Provinz Cajamarca in den nördlichen Anden Perus lebt. Sie kommuniziert mit der Natur und fühlt sich als Tochter der Lagunen, von denen das Leben der Dörfer der Region abhängt. Als die Betreiber der größten Goldmine Lateinamerikas, Yanacocha, auch Gold unter den Lagunen in Conga entdecken, sollen diese trockengelegt und die gesamte Region in eine zweite gigantische Bergbaulandschaft umgewandelt werden. Nélida wehrt sich gegen einen schier übermächtig erscheinenden Gegner und stellt fest, dass sie mit ihrem Widerstand nicht alleine ist. Sie schließt sich den tausenden Landwirten und Städtern an, die für das lebenswichtige Wasser und den Erhalt der natürlichen Umwelt kämpfen. Der Film führt uns durch die einmalige Landschaft, die Zerstörungen in den Anden und Urwald und dokumentiert den vielseitigen und kreativen Widerstand gegen Politik und Wirtschaftsmagnaten, die sich nur für eines interessieren: Gold.

Hintergrund

Das Schicksal von Nélida Ayay Chilón ist eng verbunden mit dem der bekannten Umweltaktivistin Máxima Acuña Chaupe aus Cajamarca, die im Jahr 2016 für ihren Kampf für den Erhalt der Region den Goldman Umweltpreis erhielt. Sie war wiederholt Morddrohungen und Aggressionen durch Mitarbeiter der Yanacocha-Mine ausgesetzt und wurde Ende 2016 bei einem Angriff verletzt. Die Kampagne Bergwerk Peru hat in der Vergangenheit mehrfach Vertreterinnen und Vertreter aus der Region eingeladen, zur Solidarität aufgerufen und Briefaktionen von Amnesty International unterstützt.

Im Anschluss an den Film findet ein Skype-Gespräch mit dem Filmemacher Ernesto Cabellos Damián aus Lima statt.

Eine Veranstaltung der Kampagne „Bergwerk Peru – Reichtum geht, Armut bleibt“ in Kooperation mit der Berliner Gruppe der Infostelle Peru im Rahmen der 3. Alternativen Rohstoffwoche

 

Mehr Infos: http://alternative-rohstoffwoche.de/

http://alternative-rohstoffwoche.de/

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